MB

28. November 2012

Eine Frage des guten Stils

Abgelegt unter: Allgemein, Freizeit — Tags:, — Michel @ 19:29

Unglaublich, aber wahr: Im Hallenbad Gelnhausen darf man im Schwimmerbecken nicht schwimmen. Jedenfalls nicht, wenn man einen anderen Schwimmstil als den des Brustschwimmens bevorzugt (siehe Meldung des hr und Haus- und Badeordnung des Gelnhausener Hallenbads, §2.9 (PDF)).

Damit fallen 3 von 4 heute üblichen Wettkampf- und gebräuchlichen Schwimmstilen per se aus. Außer man überzeugt die Bademeister, dass sie einem eine Bahn absperren. Die Grund für das Verbot ist die Tatsache, das die Masse der Besucher im Schwimmerbecken nicht nass werden wollen: bei den anderen Schwimmstilen würden so massive Wellen verursacht. WTF?! Wer meint, doch so schwimmen zu müssen, erhält kurzerhand Hausverbot.

Ulkigerweise wird Schwimmen ja als gelenkschonend und gesundheitsförderlich angesehen. Dummerweise sorgt nur ausgiebiges Brustschwimmen ohne Ausgleich bzw. bei falscher Technik für ein ordentliches Hohlkreuz (habe jetzt gerade keinen belastbaren Artikel zur Hand…). Und das der ansässige Schwimmverein nicht gerade vor Freude aufschreit, dürfte auch nachvollziehbar sein.

Ich war ja kurz davor, mir mal wieder eine 10er-Karte zu holen. Aber so? Nee. Geht’s noch? Was ist mit den Interessen der Leistungs-/Breitensportler und denen, die Wasser im Gesicht OK finden? Womöglich ist damit auch das Abschneiden der Deutschen Nationalmannschaft bei Olympia 2012 in London zu erklären (Achtung: Verschwörungstheorie!). Die haben bestimmt alle in Gelnhausen trainieren müssen, ohne groß Wellen zu schlagen…

“Zielgruppengerechtes Angebot” für Trockenschwimmer schön und gut. Aber das ist Hinrfasching pur! Die nächste Schlagzeile wird sein: “Schwimmbad kämpft ums Überleben, die Gäste bleiben aus”.

14. November 2012

Ruhe vor dem nächsten Sturm?

Abgelegt unter: Allgemein — Tags:, , — Michel @ 23:21

Wer einen Server im Netz sein eigen nennt, der ist auch immer wieder Angriffen ausgesetzt. Bei einem Blog kann das beispielsweise der Versuch sein, automatisiert Accounts anzulegen um dann in den Kommentaren Spam zu platzieren.

Meinen eigenen Blog schütze ich recht pragmatisch dadurch, dass ein Kommentar unter einem Eintrag nur möglich ist, wenn folgende drei Bedingungen gemeinsam erfüllt sind:

  1. Anmeldung erforderlich: bei mir sind keine anonymen Kommentare möglich, eine Anmeldung am System ist erforderlich
  2. Freigabe des ersten Kommentars: der erste Kommentar eines Users muss von mir freigegeben werden, so kann ich einfach Spam-Nachrichten abfangen
  3. Kommentar zeitnah zum Eintrag: Wordpress schließt die Möglichkeit zum Kommentieren nach einer definierten Zeit

Um hier mal ein Bild zu verwenden: die Maßnahmen funktionieren vergleichbar einem mehrstufigen Puffer, bei dem der gemeine Bot schon mit dem Eindringen in die erste Schicht (Anmeldung bei Wordpress) steckenbleibt. Die Hürde, einen sinnvollen Kommentar zu schreiben, ist viel zu hoch. D.h., ich schütze meinen Blog bisher gegen Spam ohne Captchas — also simple, aber effektive Lösung.

Hat mein Vorgehen auch Nachteile? Ja, ich würde sagen, 1,5 Nachteile: einmal könnte die Freigabehürde einem interessiertem Leser auch zu hoch sein (1) und durch die erfolgreichen Anmeldungen der Spammer wächst die Anzahl der Accounts in der Datenbank mit schönder Regelmäßigkeit, hier muss man einfach mal abundzu aufräumen (0,5).

Und die letzte Aufräumaktion nutzte ich mal, um mir mal den Verlauf der Accounterstellung anzusehen. Analysezeitraum waren die Monate Mai bis Oktober 2012. In dem Zeitraum wurden insgesamt 246 Accounts angelegt. Auffällig ist, dass es seit Mitte August recht ruhig geworden ist. Im Oktober gab es nochmal ein paar zaghafte Versuche, aber ansonsten blieb es seit dem ruhig. Ich hoffe mal, dass das für die Spammer auch so bleibt. :)

Anmeldungen_Mai-Oct_2012

10. November 2012

Warum ich Twitter jetzt doch nutze …

Abgelegt unter: Allgemein — Tags: — Michel @ 14:23

Vor über zwei Jahren habe ich hier herum posaunt, warum ich Twitter nicht nutze — und auch nicht vorhabe zu nutzen… Seit kurzem nutze ich es doch. Warum? Weil eben auch meine Kunden es nutzen. Ganz einfach.

… und der Rest des Social Media Movements holt mich vermutlich auch noch ein … :)

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